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Katze erbricht täglich: 7 Gründe und Maßnahmen, wie Sie ihnen ein Ende setzen


Katze erbricht täglich
Katze erbricht täglich, Gras ist nicht immer die Lösung

Memes von erbrechenden Katzen erheitern seit Jahren das Internet. Soll lustig sein, ist es für manch einen vielleicht auch. Erbricht sich eine Katze aber täglich, hat das meist einen ernsten gesundheitlichen Hintergrund. Lesen Sie hier, woran es liegen kann, wenn das Frühstück Ihrer Katze regelmäßig auf dem Flokati landet (es trifft immer den einzigen Teppich im Raum, oder?). Welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sie zu unterstützen und wann es Zeit für einen Tierarztbesuch ist.


Katze erbricht sich: Normal oder Anlass zur Sorge?


Gelegentliches Erbrechen ist bei Katzen normal. Das Übergeben ist eine Schutzreaktion des Körpers und bewahrt ihn vor Schadstoffen und Krankheitserregern. Für gewöhnlich sind die Auslöser verschluckte Haarballen oder Schlingen beim Fressen und nach dem Übergeben geht es dem Tier schon deutlich besser.


Liegt es an einem verdorbenen Katzenmagen, gönnen Sie ihm etwas Ruhe und, sobald die Samtpfote wieder etwas Appetit zeigt und keine Symptome von Übelkeit, etwas leichte Kost wie beispielsweise gekochtes Hühnchen und Möhren mit etwas Reis. Es gibt auch Schonkost-Fertigdiäten, die fettarm und leicht bekömmlich sind. Behält die Katze die nächste Mahlzeit bei sich und erscheint munter, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Wenn das Erbrechen Ihrer Katze aber zum Ritual wird und mehrmals die Woche oder täglich vorkommt, sollten Sie genauer hinsehen.


Die Gründe, wenn die Katze erbricht und wirkungsvolle Maßnahmen

Es kann verschiedene Ursachen haben, wenn Ihre Katze sich übergibt. Von Magen-Darm-Erkrankungen über Vergiftungen oder Verschlucken eines Fremdkörpers bis hin zum Parasitenbefall der Samtpfote.


Verschiedene Ursachen erfordern unterschiedliche Maßnahmen, die ich Ihnen im Folgenden zusammengefasst habe.


1. Ausgangssituation: Haarballen

Katzen unterliegen der ständigen Erneuerung ihres Fells. Sie verlieren täglich hunderte Haare. Spätestens wenn wir einen wichtigen Termin haben und die Katze Haare auf dem kleinen Schwarzen hinterlässt, wird uns das wieder bewusst.


Um ihr Fell von abgestorbenen Haaren, Schmutz und Parasiten zu befreien, putzen sie sich mehrmals täglich. Es ist also ganz normal, wenn Haare im Magen landen. Diese sammeln sich zu einem Ballen und werden über den Kot ausgeschieden. Sammeln sich größere Mengen von Haaren, würgt die Mieze sie aus.


Lösung: Auch wenn es bis zu gewissem Punkt normal ist, dass die Katze Haare auskotzt, können Sie etwas für ihr Wohlbefinden tun, indem Sie die Haare, die im Katzenmagen landen minimieren.


Zum einen, indem Sie Ihre Katze regelmäßig kämen oder bürsten und so abgestorbene Haare entfernen. Zum anderen hilft die regelmäßige Gabe von Malzpaste der Mieze bei der Verdauung. Sie umschließt die angesammelten Haare im Magen und fördert ihre Gleitfähigkeit, so dass sie besser über den Darm ausgeschieden werden.


Katzengras ist keine Lösung

Oft lesen wir, dass Katzengras Abhilfe schaffen kann, weil es die Mieze zum Herauswürgen der Haare bringt. Aber: Gras ist für Katzen nicht verdaulich, es reizt die Schleimhäute und kann sie verletzen. Außerdem kann das übermäßige Fressen von Gras ein Zeichen für eine Gastritis bei Ihrer Katze sein. Lesen Sie mehr zum Thema: Grasfressen bei Hund & Katze


2. Ausgangssituation: Fütterungsbedingte Ursachen

Zu kaltes Futter direkt aus dem Kühlschrank, Fliegeneier im Futter, eine allgemein schlechte Napfhygiene oder ständiger Futterwechsel können Ursachen für das Erbrechen der Mieze sein.


Lösung:

  • Das Futter sollte zur Darreichung immer Raumtemperatur haben.

  • Räumen Sie Futterreste weg oder nutzen Sie einen Futterautomaten, damit Fliegeneier keine Chance haben.

  • Reinigen Sie den Futternapf täglich.

  • Wechseln Sie nicht immer wieder das Katzenfutter. Die Darmflora und der Organismus der Katze, gewöhnen sich an die Inhaltsstoffe eines Futters und können irritiert werden, wenn Sie immer wieder neues servieren.

  • Führen Sie regelmäßige Fütterungszeiten ein.

  • Messen Sie die Futtermenge auf den individuellen Bedarf Ihrer Katze ab.


3. Ausgangssituation: Vergiftung

In einem Haushalt gibt es viele Dinge, die giftig für Stubentiger sind. Herumliegende Medikamente, Schokolade, giftige Flüssigkeiten wie Reinigungsmittel und auch einige Zimmerpflanzen (z.B. Tulpen, Narzissen, Weihnachtsstern) sollten nicht zugänglich für Ihre Mieze sein.

Lösung: Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Katze sich vergiftet hat, und zum Erbrechen kommen noch folgende Symptome:

  • vermehrtes Speicheln,

  • Gangunsicherheit,

  • Benommenheit,

  • Zittern,

  • oder/und Krämpfe machen Sie sich auf direktem Weg zum Tierarzt.


4. Ausgangssituation: Fremdkörper

Würgt die Mieze immer wieder, ohne sich dabei zu erbrechen, steckt ihr vielleicht ein Fremdkörper im Rachen. Grashalme gehören dabei zu den häufigsten Übeltätern. Indem die Katze Gras frisst und sich erbricht, können sie in die oberen Atemwege gelangen oder in der Speiseröhre, ggf. auch im Gaumen feststecken.


Lösung: Ab zum Tierarzt.


5. Ausgangssituation: Parasiten

Erbrechen und Durchfall können neben weiteren Symptomen, Anzeichen für einen Parasitenbefall (z.B. Würmer) sein.


Lösung: Steht etwa der Verdacht eines Wurmbefalls Ihrer Samtpfote im Raum, kommen Sie nicht um einen Tierarztbesuch herum. Mit Hilfe einer Kotprobe, kann eine Diagnose gestellt und Maßnahmen (Verabreichung einer Wurmkur z.B.) ergriffen werden.


6. Ausgangssituation: Katze schlingt Futter

Ihre Katze frisst, als würde es kein Morgen geben? Kurz danach kotzt sie das Futter wieder aus?


Lösung: Füttern Sie Ihrer Mieze mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Ein Futterautomat springt ein, wenn Sie nicht zuhause sind. Ein Antischlingnapf wirkt ebenfalls einer gehetzten Futteraufnahme entgegen. Schauen Sie sich dazu auch gerne meine Produktempfehlungen an.


7. Krankheitsbedingte Ursachen

Krankheiten sind einer der häufigsten Gründe, wenn die Katze sich immer wieder übergibt. Immer wiederkehrendes Erbrechen der Katze kann beispielsweise die Begleiterscheinung einer Nierenerkrankung oder einer Pankreatitis sein. Häufig handelt es sich auch um Erkrankungen des Magen-Darmtrakts. Auch können Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien die Ursache für das ständige Übergeben der Katze sein.


Es gibt einige Symptome, die auf schwerwiegende gesundheitliche Probleme hinweisen können.

  • Die Katze übergibt sich regelmäßig, mehrmals die Woche oder sogar täglich.

  • Das Erbrochene ist dunkel verfärbt oder blutig.

  • Die Mieze erbricht sich mehrmals hintereinander.

  • Die Katze kann kein Futter mehr bei sich behalten.


Kommt eines oder mehrere der folgenden Symptome hinzu, rate ich ebenfalls dringend zu einem Tierarztbesuch.

  • Appetitlosigkeit

  • Verstopfung

  • Gewichtsverlust

  • Erhöhter Harndrang

  • Vermehrtes Trinken

  • Verhaltensveränderung

  • Schmerzen im Bauchbereich

  • Teilnahmslosigkeit

  • Glasige Augen, heiße Ohren und Pfoten.

Gastritis als Ursache für Erbrechen der Katze

Sie können nicht mehr durchschlafen, weil Ihre Mieze Sie in den frühen Morgenstunden regelmäßig mit Würgegeräuschen weckt? Und es war wieder kein Fell, sondern einfach nur Magensäure? Das kann ein Anzeichen für eine Gastritis sein.


Die Gastritis, also Magenschleimhautentzündung betrifft viele Samtpfoten und selten lässt sie sich mit Medikamenten oder einer Futterumstellung in den Griff bekommen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihrer Mieze helfen können, ziehen Sie eine Tierernährungsberatung hinzu.


Tipp: Eine an einer Gastritis erkrankte Katze verträgt oft die lange Leerphase vom Abendessen bis zum Frühstück nicht. Ein Anzeichen dafür kann sein, dass sie unter Bauchgrummeln und Unwohlsein leidet. Hinzu kommt, dass sie morgens häufig weißen bis gelblichen Schaum erbricht. Was dafür spricht, dass ihr Magen leer ist.


Eine zu lange Leerphasen vermeiden Sie, indem Sie Futterautomaten nutzen. Sie können in Ruhe weiterschlafen und ihre Katze bekommt ihr Frühstück automatisch jeden Morgen zur gleichen Zeit serviert. Seit meine Katze Umay einen Futterautomaten hat, der pünktlich um 8 Uhr Futter ausgibt, muss sie nicht mehr erbrechen. Meist sind es kleine Veränderungen, die Abhilfe schaffen.


Gerne unterstütze ich Sie, wenn Ihre Katze auch an Morgenübelkeit leidet. Mit einer tierärztlichen Ernährungsberatung für Katzen können Sie Ihrer Mieze schnell helfen.



Wenn die Katze täglich erbricht: Genau Hinschauen und Alarmzeichen nicht ignorieren

Katzen haben ein sensibles Brechzentrum. Das Übergeben ist eine Schutzreaktion des Körpers sich gegen Schadstoffe und Krankheitserreger zu schützen. Das Hervorwürgen ein paar Haarwürste ist normal und danach geht es der Katze meistens schon viel besser.


Ein genaues Hinschauen lohnt sich, wenn die Katze regelmäßig oder gar täglich würgt. Dann steckt meist mehr dahinter.


Das Zurate ziehen eines Tierarztes, um Erkrankungen auf den Grund zu gehen macht ebenso Sinn wie sich Unterstützung bei einer Ernährungsberatung für Katzen zu holen. Nur so kann eine Verbesserung der Lebensqualität der Katze gewährleistet werden.

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